Stadtmeisterschaft - Historie

Werler Stadtmeisterschaften im Kegeln seit 1982

Der ehemalige Sportkegler und Werler Bürger Georg Pepper (siehe Foto links) war es, der diese Stadtmeisterschaften ins Leben rief. Seit längerer Zeit schon suchte er 1982 einen Sponsor, der bereit war, die nötigen Barmittel (ca. 1.000,- DM) zur Verfügung zu stellen, um Pokale und Urkunden für eine solche Meisterschaft schaffen zu können. In seinem damaligen Kollegen an der Justizvollzugsanstalt und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Wilfried Pastoor fand er jemanden, der seine Idee mit Interesse aufgriff. Der seinerzeitige Ortsvorstand der Werler SPD wagte, bei einer Annahme von ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, und "gewann". Schon im ersten Jahr nahmen 250 Keglerinnen und Kegler an der Stadtmeisterschaft teil, die von Anfang an grundsätzlich nur für Werler Bürgerinnen und Bürger gedacht war. Über 375, 450, 600, 750, 850, 1000 bis zu 1027 Frauen und Männer in 1993, entwickelte sich diese Stadtmeisterschaft zu der größten Werler Sportveranstaltung in Turnierform. Gleichzeitig wurde die Werler Kegelstadtmeisterschaft die größte Veranstaltung ihrer Art in NRW. Lediglich die Veranstaltung in der Halle Münsterland, die jedoch weniger nach sportlichen als nach kommerziellen Gesichtspunkten ausgerichtet ist, ist größer.

Von Anfang an stand nicht der Leistungsgedanke, sondern der Spaß an der Sache im Vordergrund. Obwohl es inzwischen Stadtmeisterinnen und Stadtmeister sowohl im Hobby-, als auch im Sportkegeln gibt, sind die Anforderungen für Frauen und Männer in jedem Alter zu erbringen, wie auch regelmäßig jährlich bewiesen wird. Bei den Disziplinen für Frauen (4x10 Wurf) und Männern (4x15 Wurf) nehmen tatsächlich über 70- und 80jährige Frauen und Männer an dieser Veranstaltung teil. Die seit 1990 für Einzel und 1996 für Mannschaften eingeführte getrennte Wertung nach Sport- und Hobbykeglern hat sich bewährt und der Veranstaltung einen neuen Reiz gegeben.

Für die Veranstalter sind im Vorfeld große organisatorische Leistungen zu erbringen. Neben den ganzen Vorbereitungen (Ausschreibung, Anmeldungen, Anmietung von Kegelbahnen und Saal, Vorbereitung der Siegerehrung) sind auch 12 Tage intensiver Arbeit auf den Kegelbahnen zu bewältigen um einen reibungslosen Ablauf der Meisterschaften zu garantieren. Seit 1984 ist der "Werler Anzeiger" als Schirmherr gewonnen worden , der auch regelmäßig die Pokale und Medaillen stiftet. Die Werler Sparkasse ist von Anfang an als Spender der Sachpreise für die jeweils ersten bis dritten Gewinner in den Einzel- und Mannschaftswettbewerben dabei. Noch ein Wort zur Zusammenarbeit mit der Stadthallen GmbH (jetzt GWS): sie war von Anfang an vorzüglich, von großem Entgegenkommen geleitet und ohne die 4-Bahnen-Anlage in der Stadthalle wären die Meisterschaften in dieser Form gar nicht mehr durchführbar. Es ist schön, das die Zusammenarbeit in der bisherigen Form auch unter der neuen Eigentümer/Pächter-Konstellation fortgeführt werden kann. Obwohl es nicht ursächliche Aufgabe einer Partei ist, Kegelmeisterschaften zu veranstalten, hat die Werler SPD diese Aufgabe aber immer als Dienstleistung am Bürger betrachtet und die Veranstaltung mit großem Engagement durchgeführt. Nachdem die Meisterschaften eine Größenordnung erreicht hatten, die von den Organisatoren nicht mehr alleine zu bewältigen war, haben die Sportkegler von Schwarz-Weiß Werl ab 1994 die Verantwortung für die sportliche Durchführung auf den Bahnen der Stadthalle übernommen. Nachdem sich die SPD nun in 1999 aus der gesamten Veranstaltung zurückzieht, sind die Sportkegler nun für den Ablauf der Meisterschaften alleine verantwortlich.

Als Fazit bleibt festzustellen: Die Werler  Stadtmeisterschaften im Kegeln sind ein "Hit" geworden. Sie sind aus dem sportlichen und und gesellschaftlichen Leben Werl´s nicht mehr wegzudenken. Für die meisten Hobbykegler sind sie der Höhepunkt des Kegeljahres, für die Sportkegler eine willkommene Abwechslung zum bisweilen harten Wettkampfalltag. Zum Schluß bleibt noch ein "Dankeschön" zu sagen an die Motoren und Turnierleitung, nämlich Georg Pepper und das Ehepaar Carola und Wilfried Pastoor, ohne die diese Meisterschaften weder gegründet noch "am Leben" geblieben wären. Ein Dank gilt auch den vielen Helferinnen und Helfern, die jahrelang "so ganz nebenbei" auch noch die Arbeit erledigt haben, die während der Vorbereitung und den Wettkampftagen auf den Kegelbahnen anfällt.

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